Der 7. Göttinger Robotikwettbewerb im April 2019

„Ein Novum an unserer Schule“,  mit diesen Worten begrüßte Jens Haepe, der Schulleiter der CFG Oberschule in Groß Schneen, die 185 Teilnehmer des 7. Göttinger Robotikwettbewerbes mit begleitenden Workshops für Grundschulkinder.  Zum ersten Mal waren SchülerInnen des 1. bis 12. Jahrgangs dabei. „So ein Roboterfest habe ich mir schon immer gewünscht“ freute sich Andreas Flemming.

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Der Göttinger Robotikwettbewerb besteht aus drei unabhängigen Wettbewerben. Für jeden Wettbewerb gilt es einen Roboter für eine bestimmte Aufgabe vorzubereiten. Am Veranstaltungstag werden die Roboter geprüft und die besten Modelle bzw. Leistungen prämiert. Teilnehmende Teams bestehen aus ein bis drei SchülerInnen. Ein kostenloser Shuttleservice für Hin- und Rückfahrt zwischen dem Göttinger Bahnhof und der CFG Oberschule Groß Schneen, wurde für die SchülerInnen aus Göttingen und Umgebung eingerichtet.

 

Der Grundschulwettbewerb: „Kisten wegräumen“

Auf dem Spielfeld sind drei leere Kisten platziert, die die programmierten Roboter ans Ende des Feldes befördern müssen. Das Team, das die Kisten am schnellsten entsorgt, gewinnt den Grundschulwettbewerb. Den ersten Platz machte dabei das Team „Power Girls“ mit Martha Handritzke und Britt Mari Rauch vom Duderstädter Robotik-Team.

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Der Hauptwettbewerb (Jg. 5/6): "Finde den Weg"

Der Wettbewerb unterteilt sich in einen vorzubereitenden Teil und einer Liveaufgabe: Es geht darum, auf einer schwarzen Linie so schnell wie möglich einem Weg zu folgen. Als besondere Schwierigkeit, soll am Ende ein Hindernis erkannt und neben diesem in eine Parklücke gefahren werden. Die Liveaufgabe ist geheim und wird erst am Wettbewerbstag bekanntgegeben. Hier siegte das Team „HGLegorob1“ mit Jakob Hammersen und Jannis Fritsche.

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Der Kreativwettbewerb: "Dienstleistungsroboter"

Baut eine programmierte Konstruktion, welche in irgendeiner Weise eine Dienstleistung ausführt. Hierbei werden eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Bewertet werden von der Jury Originalität, technische Umsetzung sowie Zuverlässigkeit. Am Kreativwettbewerb dürfen Teams aller Jahrgangsstufen teilnehmen. Team „CFGS 4“ mit Florian Sieber, Hannes Jäger und Finn Walorczyk war am kreativsten. „Die Idee und die Kreativität selbst werden honoriert“ so Dennis Vespermann.

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Begleitende Workshops für Grundschulkinder waren sehr begehrt

1. Mädchen-Robotik-Workshop

Um auch in den kommenden Jahren Mädchenteams für den Wettbewerb zu begeistern, finanzierte Novelis bereits im 3. Jahr den Mädchen-Robotik-Workshop. 2017 wurden Schülerinnen der 5., 2018 Schülerinnen der 4. und 2019 Schülerinnen der 3. und 4. Klassen eingeladen.  Vielleicht sind im nächsten Jahr auch Zweitklässlerinnen dabei. Zwei Trainerinnen des Magdeburger Unternehmens FIMAS von Q-Fin konnten mit ihrer langjährigen Erfahrung alle Mädchen motivieren. „Je früher man Kinder dafür begeistert, desto besser ist ihr Zugang zur Technik. Der Workshop soll dabei auch den Übergang auf die weiterführenden Schulen unterstützen“ so Anke Höbelmann von Novelis. Auch für das nächste Jahr ist ein Mädchen-Robotik-Workshop geplant.

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2. Calliope-Workshop                                                                                                                                                   
Martin Taufmann, Leiter des Kreismedienzentrums Göttingen/Außenstelle Osterode, leitete diesen Workshop mit Schülern der 10. Klasse. Der Calliope mini bietet Schulkindern der dritten Klasse einen spielerischen Zugang zum digitalen Lernen. Um digitale Kompetenzen sinnvoll zu vermitteln, kommt es vor allem auf Lehrkräfte und Schulen an. Der Calliope mini ist so klein wie ein Handteller. Auf die flache Platine können Kinder Programme laden, die sie zuvor am Computer selbst geschrieben haben.

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3. Ozobot-Workshop

ErstklässlerInnen waren ebenso begeistert wie ihre LehrerInnen und die SchülerInnen, die diesen Workshop unterstützten. Der Ozobot ist ein kleiner faszinierender Roboter mit eingebautem Akku und 5 Farb-Sensoren auf der Unterseite. Der Roboter lässt sich ganz ohne Computer über Abfolgen von Farben, sowohl auf Papier als auch auf einem Bildschirm progra mieren. Von einem einfachen Linien-Abfahren über Programmieren mit Farbcodes bis zur komplexen visuellen
Programmiersprache am Computer ist viel möglich.

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Fortbildungen:

Bereits am 20. März 2019 konnten LehrerInnen aller Schulformen und SchülerInnen ab der 8. Klasse an einer Ozobot- und einer Calliope-Fortbildung teilnehmen, die von den Medienpädagogen des NLQ, Martin Taufmann und Rolf Maroske,  geleitet wurden. Diese Schulen erhielten eine Einladung zum Calliope- und Ozobot-Workshop.

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Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese Aktion unterstützten:

  • Anke Höbelmann, Firma Novelis, Göttingen
  • Reiner Müller, Stiftung Niedersachsenmetall, Hannover
  • Martin Taufmann, Leiter des Kreismedienzentrums Göttingen/Außenstelle Osterode
  • Jonas Tradowska, für das Sponsern eines Shuttles
  • Christian Nikolait, für die professionelle Organisation
  • Jens Haepe, für die Gastfreundlichkeit in der CFG Oberschule, Groß Schneen
  • Fotos: Anke Höbelmann, Andre Meyna